|
|
|
Sie sind hier: Home > Presse > 2003 > 15.10.2003 |
|
15.10.2003 Jugendliche sollen Olvenstedts Kulturscheune restaurieren Alt-Olvenstedt. Von einem Millionenprojekt wäre die Rede gewesen - vor der Umstellung von D-Mark auf Euro. So handelt es sich um ein 900 500-Euro-Projekt. Trotzdem: "Eine gewaltige Summe", sagte Dietrich Warner, Alt-Olvenstedts Pfarrer und engagiert im Verein "Kulturscheune". "Ich bekomme weiche Knie." Und die in Magdeburg ebenso für ihr Engagement nicht nur in der "Kulturscheune" bekannte Rotraud Tönnies schaute, als könne sie das alles nicht fassen. Was war passiert? Dietrich Warner hatte gestern Mittag von Gerd Groenewold vom Arbeitsamt Magdeburg einen grauen A4-Bogen in die Hand gedrückt bekommen. Der Fördemittelbescheid. Warner warf einen Blick auf die fettgedruckte Zahlenreihe am Fuß der Seite, dann las er laut. "Ich dachte zuvor, es handelt sich ungefähr um die Hälfte dieser Summe", sagte der Pfarrer später zur Erklärung. Die im Barock-Stil geschaffene Scheune mit dem Dachstuhl aus Eichen- und Fichtenholz soll ab morgen saniert und restauriert, zugleich zu einem modernen Gebäude für Veranstaltungen zu allen Jahreszeiten umgebaut werden. Doch zunächst zurück zum Förderbescheid des Arbeitsamtes. Dieser bedeutet: Der Bau läuft im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Träger ist die Magdeburger Beschäftigungsgesellschaft AQB. Geschäftsführerin Ursula Fahtz: "40 Jugendliche, die nach der Ausbildung längere Zeit keine Arbeit im Baugewerbe gefunden haben, bekommen hier eine Chance, ebenso sechs derzeit Arbeitslose, die die Jugendlichen anleiten, das heißt Vorarbeiter und ein Sozialarbeiter." Nach selbem Muster sei die Sanierung der Pauluskirche in Stadtfeld gemeistert worden. "Ein erfolgreiches Projekt", sagte Ursula Fahtz. Nicht zuletzt, weil ein Teil der Jugendlichen durch das Projekt einen festen Arbeitsplatz bekommen hat. "Wir suchten ein weiteres denkmalgeschütztes Objekt für eine solche Maßnahme mit Jugendlichen." Und zu Pfarrer Warner, der auch als Pfarrer in der Pauluskirche predigt, hatten die AQB-Leute ja schon guten Kontakt. Er bot nur zu gern die marode Scheune auf dem Alt-Olvenstedter Kirchhof an. Was ebenso wie die Fördersumme für Aufsehen sorgte, waren Fakten aus den Bauplänen, die Architekt Dr. Friedhelm Ribbert vortrug: Wer die Größe der Scheune im Blick hatte, konnte ins Staunen geraten, als Ribbert vom großen Veranstaltungsraum sprach, von kleinem Besprechungsraum, kleiner Küche, Sanitäranlagen und Heizung. Und: "Einen Zwischenboden werden wir zwar schaffen, aber nicht für die Personennutzung." Dass es wie von Ribbert in Zusammenarbeit mit dem Verein erdacht funktioniert hat, davon sollen sich Besucher in einem Jahr überzeugen können. Der Verein weicht mit seinen Veranstaltungen ins Bürgerhaus aus bzw. im Frühjahr ins Freie. Scheunenumbau: Zahlen, Fakten
Gerd Groenewold (links) übergibt den Förderbescheid an Dietrich Warner vom Verein "Kulturscheune". Rechts AQB-Chefin Ursula Fahtz. Autor: Robert Richter (Magdeburger Volksstimme vom 15.10.2003) Links: - Pläne vom Innenausbau der Scheune
|
Nächste Veranstaltung 20.05.10: Seniorentreffen 27.05.10: Seniorentreffen 03.06.10: Seniorentreffen Einen ausführlichen Veran- staltungsplan gibt es hier. |
|
| Empfehlen | Drucken | Nach oben |
| Counterbox.de |
Partnerseite: Olvenstedt - ein Stadtteil Magdeburgs |
Stand: 29.01.2004 |